Eine Möglichkeit sind ISO-Images die per "mkisofs" aus einer bestehenden Datei- und Ordnerstrucktur erzeugt werden, aber dieser Weg ist nervig und man kann die Archive nicht so einfach editieren.
Also macht man es anders:
man erstellt in seinem Homeverzeichnis einen Container.
- Code: Alles auswählen
dd if=/dev/zero of=/home/<benutername>/container.img bs=1024 count=100000
Dieser Befehl füllt eine Datei container.img mit bs*count=1024*100000=~98MB nullen.
"bs" ist die Blockgröße...
stefan@server:~$ dd if=/dev/zero of=./tresor3.img bs=1024 count=100000
100000+0 Datensätze ein
100000+0 Datensätze aus
102400000 bytes transferred in 0,855378 seconds (119713154 bytes/sec)
stefan@server:~$ ls -lha
insgesamt 98M
drwxr-sr-x 2 stefan stefan 4,0K 2005-12-30 18:49 .
drwxrwsr-x 9 root staff 4,0K 2005-12-30 17:51 ..
-rw-r--r-- 1 stefan stefan 98M 2005-12-30 18:13 container.img
nun erzeugen wir im Container ein ext2-Dateisystem. Die Warnmeldung können wir ignorieren und bestätigen mit "y":
stefan@server:~$ mkfs -t ext2 container.img
mke2fs 1.37 (21-Mar-2005)
container.img ist kein spezielles Block-Gerät.
Trotzdem fortsetzen? (y,n) y
Dateisystem-Label=
OS-Typ: Linux
Blockgröße=1024 (log=0)
Fragmentgröße=1024 (log=0)
25064 Inodes, 100000 Blöcke
5000 Blöcke (5.00%) reserviert für den Superuser
erster Datenblock=1
13 Blockgruppen
8192 Blöcke pro Gruppe, 8192 Fragmente pro Gruppe
1928 Inodes pro Gruppe
Superblock-Sicherungskopien gespeichert in den Blöcken:
8193, 24577, 40961, 57345, 73729
Schreibe Inode-Tabellen: erledigt
Erstelle Journal (4096 Blöcke): erledigt
Schreibe Superblöcke und Dateisystem-Accountinginformationen: erledigt
Das Dateisystem wird automatisch alle 37 Mounts bzw. alle 180 Tage überprüft,
je nachdem, was zuerst eintritt. Veränderbar mit tune2fs -c oder -t .
Jetzt erstellen wir ein Verzeichnis für den Container:
- Code: Alles auswählen
mkdir container
- Code: Alles auswählen
mount -o loop container.img ~/container
soll er bei jedem Boot eingebunden werden, editieren wir die Datei "/etc/fstab", indem wir
- Code: Alles auswählen
/home/<benutzername>/container.img /home/<benutzername>/container ext2 loop 0 0
Auf diese Weise kann man zum Beispiel die Benutzerverzeichnisse als eine einzige Image-Datei pro Benutzer mit fester größe auf dem Server lagern, und braucht sich bei Servern mit mehreren Benutzern und begrenztem Platz keine Sorgen machen, dass die /home Partition voll wird. Nachträglich lässt sich das Image ja auf altbekannte Weise vergrößern, wie in einem anderen HowTo beschrieben ist.

